Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Sterben – Lernen loszulassen – Tür für einen Neuanfang … mit Blick auf den Menschen und die Wirtschaft

12. November 2020 | 18:00 - 19:30

mit Katharina Ruth

Was kann Sterben mit dem Thema Nachhaltigkeit zu tun haben und genauer vielleicht die Frage, nach einem guten Sterben? Die Hospizbewegung ist in den 60iger Jahren als eine Bürgerbewegung entstanden. Menschen haben sich über die Umstände des Sterbens empört – abgeschoben in die gekachelten Badezimmer der Krankenhäuser.

Die Hospizidee fokussiert das Thema auf verschiedenen Ebenen – es geht um den einzelnen Menschen, der die Unterstützung bekommen soll, die er in seiner individuellen Situation braucht. Darüber hinaus ist die Hospizidee eine gesellschaftspolitische Bewegung. Sie strebt im Kern die gesellschaftliche Veränderung an, in der wir alle im Sinne einer Caring Community, einer sorgenden Gemeinschaft, uns umeinander sorgen und Sterbende begleiten. In der wir uns in Anspruch nehmen lassen, Leid teilen und mittragen.

Der bewusste Blick auf meinen Tod verändert mein Leben – ich kann bewusster leben, weil ich nicht die Augen davor verschließe, dass meine Zeit begrenzt ist und ich nicht weiß, wieviel Zeit mir für mein gelingendes Leben bleibt. Die Anerkennung der Begrenztheit nimmt mich in die
Verantwortung, mein Leben zu gestalten. Den Tod nicht als Katastrophe, sondern als natürlichen Prozess in unser aller Leben zu sehen. Sterben als gestaltbar zu erleben – für mich und für die, die weiterleben. Diese Berührbarkeit und Aufmerksamkeit für mich und für die Gesellschaft
sind nicht nur am Ende des Lebens hilfreich. Die hospizliche Haltung verbindet sich an vielen Punkten mit Haltungen aus Umweltoder Friedensbewegungen, verbindet sich mit Fragen der Gerechtigkeit – lokal und global.

Loslassen kann oder vielmehr ist eine aktive eigene Entscheidung, die nicht heißt, ich falle ins Bodenlose, sondern ich halte nicht fest, was nicht festzuhalten ist. Vielleicht eröffnet sich dadurch auch ein Freiraum und Gelassenheit auf das zu hoffen, was dann kommt. Es kann Raum für gelebte Spiritualität geben. Ich reihe mich ein in einen ewigen Prozess, Verbindung und Beziehungen bleiben, transformieren sich. Die Verantwortung und Fürsorge bleiben miteinander und füreinander.

Katharina Ruth – ich bin überzeugt, dass sich Wirtschaft, Handel, Konsum, die Stellung des Menschen in der ökonomischen Welt verändert, wenn wir die Fragen nach der Endlichkeit und nach dem Tod und die damit verbundenen Veränderungen im Sein in andere Kontexte übertragen.

 

Details

Datum:
12. November 2020
Zeit:
18:00 - 19:30
Veranstaltung-Tags:
, , , ,

Veranstalter

FORUM für Nachhaltigkeit
E-Mail:
info@forum-fuer-nachhaltigkeit.org

Veranstaltungsort

Johanneskirche Troisdorf
Viktoriastraße 1
Troisdorf, 53840
+ Google Karte anzeigen

Jetzt anmelden: